Klaus H. Kober Managementberatung

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Themen aus der Gesundheitswirtschaft

Interessantes Hintergrundwissen

KLAUS H. KOBER MANAGEMENTBERATUNG informiert Sie aus erster Hand über Hintergründe und Fakten aus Gesundheitswirtschaft und Politik.
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12/2018 | Wachstumschancen für deutsche Krankenhäuser im In- und Ausland durch Online-Marketing

Dank der mittlerweile dominierenden mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind Informationen über Kliniken, Therapien, Krankheitsbilder rund um die Uhr nur wenige Klicks entfernt. Zwei ganz alltägliche Beispiele sollen verdeutlichen, wie wichtig es gerade für Kliniken ist, auf Content-basiertes Online Marketing zu setzen: Eine Frau, die an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD leidet, bekommt an

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11/2018 | Wie erreiche ich eine schnelle Sichtbarkeit bei Google & Co?

Online Gesundheitsmarketing und moderne Suchmaschinenoptimierung (SEO) erfordern eine komplexe Vorgehensweise Noch vor wenigen Jahren war Suchmaschinenoptimierung in erster Linie eine Programmier­leistung. Es ging vor allem darum, Lücken im Algorithmus der Suchmaschinen auszumachen und diese mit technischen Lösungen auszunutzen. Wurde eine Lücke geschlossen, weil der Algorithmus immer weiterentwickelt wurde und wird, musste eine neue Lücke gefunden

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10/2018 | Reputationsmanagement für Unternehmen der Gesundheitswirtschaft als Schutz vor rufschädigenden Inhalten

Klaus H. Kober: Ziel von erfolgreichem Online-Reputationsmanagement ist es jederzeit die „Hoheit über die eigenen Kompetenzen, Inhalte, Meinungen zu behalten“ Wer keine eigenen Inhalte setzt, der riskiert, dass andere über ihn schreiben. Das ist oftmals nicht im eigenen Interesse. Im Internet ist ein „grenzenlos schlechter Ruf“ nur wenige Klicks entfernt. Bewertungsportale, Foren, Blogs laden dazu

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09/2018 | Klaus H. Kober: Online Marketing bringt Kliniken auf Erfolgskurs

Stärken herausstellen, Einzugsbereiche erweitern, bessere Auslastungen realisieren Es ist längst kein Geheimnis mehr – neben der „Mund-zu-Mund-Propaganda“  informieren sich  die modernen Patienten heute online, über die für sie am besten geeigneten Behandlungsmöglichkeiten. Sie tun das vor allem dann, wenn es sich bei einer anstehenden Behandlung  um einen, größeren,  elektiven und nicht um einen kleinen Standardeingriff

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INNERE QUALITÄT als kritischer Erfolgsfaktor von Krankenhäusern

„Deutschland droht ein Kliniksterben“, „Immer mehr Kliniken in den roten Zahlen“ waren zu Beginn dieses Jahres die beherrschenden Schlagzeilen. Laut Spiegel Online vom 14.6.2012 droht unter Berufung auf ein Gutachten des RWI jeder sechsten Klinik das Aus! Dabei sollte doch gerade die Einführung der DRGs ab 2004 den Krankenhäusern mehr Transparenz und eine leistungsgerechte Vergütung garantieren. Offensichtlich haben die bisherigen Managementkonzepte und –instrumente, wie Leanmanagement, Process Reengenieering, Total Quality Management, Fusionen versagt. Sie sind einerseits nicht hinreichend, andererseits wirkten sie aufgrund zu hoher Dosierung teilweise kontraproduktiv.

Eine wesentliche Ursache hierfür liegt wohl darin begründet, dass diese Konzepte im Wesentlichen eindimensional auf die technisch finanzielle Seite fokussieren. Innere Qualität bezieht die sozialen Belange mit ein. Das Krankenhaus wird als produktives, soziales System betrachtet. Dabei hat doch fast jedes Krankenhaus ein Leitbild. Problematisch ist aber im Regelfall die Umsetzung des Leitbildes: Inhalte werden nicht dauerhaft und überzeugend gelebt. Gutgemeinte Vorsätze geraten in „Vergessenheit“ oder werden nur ungenügend praktiziert. Das hat negative Folgen für Glaubwürdigkeit, Patientenorientierung, Mitarbeitermotivation sowie den wirtschaftlichen Erfolg.
Dies wiegt umso schwerer, als 50% des nachhaltigen Unternehmenserfolgs Innere Qualität sind!

Das vom CGIFOS Institute für Corporate Governance Information Forecasting Systems in Stuttgart entwickelte Mikrocontrolling zur Messung von Innerer Qualität ist ein äußerst erfolgversprechendes, neues Managementkonzept. CGIFOS | MikroControlling ist ein leistungsstarkes Managementkonzept, mit dem die Innere Qualität eines Krankenhauses fundiert zu messen, zu analysieren und – soweit Bedarf – mit hoher Wirksamkeit und Prozesssicherheit im Zuge eines integrierten Prozesses zu steuern ist.

Worum geht es?

Ein Krankenhaus in dem alles „rund läuft“, Strukturen und Abläufe bestens aufeinander abgestimmt sind, Ärztlicher Bereich, Pflege und Verwaltung konstruktiv zusammenarbeiten, aber auch das betriebwirtschaftliche Ergebnis positiv ist und ein hohes Maß an Patientenzufriedenheit herrscht verfügt über eine gute Innere Qualität.

Stellen Sie sich das gleiche Krankenhaus vor: die Abläufe sind unkoordiniert, die Mitarbeiter unmotiviert, die Patientenorientierung auf ein Minimum reduziert. Leistungsminderungen zwischen 20 und 40% als Folge sind schnell erreicht. Das ist der Unterschied zwischen guter und schlechter Innerer Qualität.

Das CGIFOS Institute verfügt über ein valides Instrumentarium. Ausgehend von den Ergebnissen eine sehr kompakten Befragung der Mitarbeiter, die Innere Qualität eines Krankenhauses im Zuge eines integrierten, fest fundierten Prozesses zu analysieren, zu messen und zu steuern.

Dieses neue Managementkonzept hat mich überzeugt. Deshalb arbeite ich seit Sommer 2012 mit dem CGIFOS Institute zusammen. Weitere informieren oder zur Schnelldiagnose anmelden: www.cgifos.de

Mein TIPP: Werden Sie aktives Mitglied der Exzellenzinitiative Innere Qualität.

Die Bürgerbeteiligungsstiftung – ein Erfolgsmodell für kommunale Kliniken?

Neben den oft umständlichen, weil sehr politikgetriebenen und daher langwierigen Entscheidungswegen ist eines der Hauptprobleme kommunaler Einrichtungen genügend Investitionsmittel zu generieren. Fehlendes Eigenkapital und die daraus resultierende große Abhängigkeit von öffentlichen Fördermitteln schränken den finanziellen Gestaltungsspielraum erheblich ein. Hier sind private Eigentümer oftmals im Vorteil, da sie z. B. über Aktien schnell am Kapitalmarkt Geld beschaffen können. Eine interessante Alternative bietet die Bürgerbeteiligungsstiftung. Die Revitax Steuerberatungsgesellschaft in Baden-Baden unter Leitung von Steuerberater Honorar-Professor Lothar Schneider hat ein flexibles Modell in Form einer doppelstöckigen Treuhandstiftung in einer Kombination, die auch hohe steuerliche Förderungen generiert, entwickelt. Diese beachtet die Bedürfnisse von Kommunen und deren Bürgern. Die Bürger werden über eine gewerbliche Treuhandstiftung gewinnbringend in kommunale Projekte eingebunden, was letztendlich nicht nur das Bürgerengagement als solches fördert, sondern auch die Projektakzeptanz und den politischen Spielraum der Handlungspersonen stärkt. Die Vorteile liegen im Wesentlichen in der Gestaltung innovativer Stiftungsstrukturen zur Finanzierung von lokalen und regionalen Zukunftsprojekten. Projekte, die eine langfristige Renditeerwartung reflektieren, können mit der Bürgerbeteiligungsstiftung einfach und transparent finanziert werden. Die Einbindung von Darlehen oder Fördermitteln ist dabei problemlos möglich.

Dies liegt auch im Trend der Zeit. Liquidität ist genügend vorhanden, auch die Bereitschaft vermögender Bürger zu investieren. Nach den Erfahrungen der Finanzkrise sind Investoren mit ihren Engagements allerdings sehr vorsichtig geworden. Sie engagieren sich daher vorzugsweise regional, sozusagen vor der eigenen Haustür. Sie kennen die handelnden Personen und das Objekt persönlich. Sie sehen direkt was mit ihrem Geld passiert und sind somit nicht auf die Versprechungen fremder Fondsmanager angewiesen. So entsteht eine nachhaltige Wertschöpfung in der Region, die daraus einen hohen Nutzen zieht.

Mit einer Bürgerbeteiligungsstiftung werden heimatnah neue wirtschaftliche Perspektiven für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen. Kommunale Krankenhausprojekte können unkompliziert – und mit größtmöglicher Transparenz gegenüber dem Bürger sowie deren aktiver Beteiligung – neu justiert werden. Die Kommune und ihre Bürger agieren im Projekt autark – ohne Einflussnahme fremder Investoren. Die Unternehmung bleibt Eigentum der Kommunen und Bürger vor Ort. Auch die anfallenden Erträge werden vor Ort aktiv genützt. Mit einer Bürgerbeteiligungsstiftung investieren Bürger lokal in werthaltige und renditestarke Zukunftsobjekte und nehmen am finanziellen Erfolg des Projekts in Form von langfristigen Kapitalrenditen teil.

Bei der strategischen Weiterentwicklung Ihrer Klinik oder anderer kommunaler Einrichtungen sollten Sie die Bürgerbeteiligungsstiftung in jedem Fall als interessante Alternative prüfen. Nehmen Sie daher Kontakt zu mir oder meinem Kooperationspartner auf unter www.revitax.de.

Gutachten „Privatrechtliche Organisation der gesetzlichen Krankenkassen“

Im Juli stellte Professor Graf von der Schulenburg im Rahmen der Verwaltungsratssitzung der Techniker Krankenkasse wesentliche Punkte des Gutachtens vor. Eine Zielsetzung des Gutachtens war, die öffentlich-rechtliche Organisationsform unserer Krankenkassen einmal grundlegend zu überprüfen. Analysiert wird z. B. „ob das Grundgesetz die Möglichkeit einer privatrechtlichen Organisation der Krankenkasse bietet oder die derzeitige Rechtsform zwingend vorgibt“. Dabei werden auch die Erfahrungen der niederländischen Gesundheitsreform des Jahres 2006 entsprechend gewürdigt. Dort hatte man die gesetzliche und private Krankenversicherung zu einem System zusammengeführt. Die Vereinheitlichung des Krankenversicherungsmarktes in Deutschland ist sicher eine interessante Alternative zum jetzigen System und aus meiner Sicht längst überfällig. Faire Wettbewerbsbedingungen für alle Krankenkassen unter einer Rechtsaufsicht, sind der beste Garant für qualitativ hochwertige Leistungen zu angemessenen Preisen.

Das Gutachten ist im Nomos Verlag in der Reihe Beiträge zum Gesundheitsmanagement, Band 37 erschienen.

Präventionspapier der Unionsparteien

Mit dem im Mai 2012 von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorgelegten Präventionspapier werden zum ersten Mal konkrete, nationale Präventionsziele beschrieben, die vom Bundestag verabschiedet werden sollen. Im Vordergrund steht dabei die „Aktivierung der gesundheitlichen Eigenkompetenz und Eigenverantwortung in allen gesellschaftlichen Schichten. Beispielhaft sind für den Zeitraum 2012 bis 2020 folgende Ziele aufgeführt:

  • Senkung der lebensstilbedingten Diabetes mellitus Erkrankung bis 2020 um 10 %
  • Senkung der psychischen Erkrankung am Arbeitsplatz bis 2020 um 20 %
  • Senkung der Reinfarktquote beim Herzinfarkt bis 2020 um 10 %
  • Teilnahmesteigerung an Krebsfrüherkennungsuntersuchungen um 20 %
  • Insgesamt soll auch die Impfbereitschaft in Deutschland gestärkt werden.
  • Ein „Nationaler Rat für Prävention und Gesundheitsförderung“ soll weitere Präventionsziele entwickeln und Rahmenbedingungen für die Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle erarbeiten. Das Gremium soll auch einen Überblick über die Vielzahl unterschiedlicher und Aktivitäten erarbeiten. Zusätzliche Finanzielle Mittel sollen durch eine Anhebung der Pauschale nach § 20 SGB V auf 6 EUR. Die betriebliche Gesundheitsförderung sollen mindesten 2 EUR je Versicherten als Mindestwert zur Verfügung gestellt werden. Für Menschen mit Migrationshintergrund oder niedrigem Bildungsstand soll 1 EUR je Versicherten zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Medien sollen aktiv zur der Erreichung der Präventionsziele eingebunden werden. Es wäre schön, wenn dies funktionieren würde, da dies sicher zu einer deutlichen Entlastung des kurativen Bereichs führen würde.
Neue Rechtsprechung zur Bewertung von freiberuflichen Arztpraxen

Eine Unternehmensbewertungsmethodik, welche den immateriellen Wert primär auf Basis der Umsatzerlöse ermittelt, wird vom BGH abgelehnt, da die reine Umsatz- und Vergangenheitsbezogenheit weder Rückschlüsse auf die Kostenbelastung noch auf die tatsächlich zu erwartenden Gewinne zulässt. Demnach können reine Umsatzverfahren auch nicht mehr als Vergleichsmaßstab für eine andere Bewertungsmethoden angewandt werden! Den jeweiligen Urteilen (BGH, Urt. v. 09. 023.2011 – XII ZR 40/09 (OLG Hamm) und ergänzend hierzu BGH v. 02.02.2011 – XII ZR 185/08 (OLG Hamm) liegen Wertgutachten meines Geschäftspartners Frank Boos, Rastatt zugrunde.

Eine Zukunftsprognose, wie auch eine detaillierte und umfassend Standortanalyse hinsichtlich der am Standort sowie dem Umfeld relevanten volkswirtschaftlichen Daten wie Einkommens-, und Kaufkraftentwicklung, Entwicklung der Altersstruktur, Zusammensetzung der Patienten / Mandanten, Einwohner-/Arztrelation, der individuellen Konkurrenzsituation sind zu berücksichtigen.

Genau diese Erkenntnisse sind auch die Grundlage meiner Angebote zur Gestaltung der regionalen Gesundheitsversorgung