Über 35 Jahre Erfahrung im Gesundheitsmarkt

Tiefes Know how für intelligente Lösungen

Ein Gespräch mit Klaus H. Kober

Herr Kober, angenommen Sie wären ein Entscheider aus Politik, Wirtschaft oder Verbänden im Gesundheitswesen. Würden Sie sich von der Klaus H. Kober Managementberatung unterstützen lassen?
Ja, unbedingt. Meine über 35-jährige Berufserfahrung ausschließlich in der Gesundheitswirtschaft sowohl im operativen Management von Krankenhäusern als auch in unterschiedlichen, renommierten Beratungsunternehmen garantiert den Kunden ein umfassendes, branchenspezifisches Know how.

Und zu welchen Themen?
Der Schwerpunkt der Beratungsleistungen liegt auf der Entwicklung von tragfähigen Zukunftskonzepten und der Umsetzungsbegleitung für Leistungserbringer der Gesundheitswirtschaft. Ein zentrales Themenfeld ist auch die Prozessberatung. In den letzten Jahren hat sich aber auch die Politikberatung zu einem wichtigen Tätigkeitsfeld entwickelt. Da unser Gesundheitswesen sehr politikgetrieben geht es hierbei vor allem darum, den Dialog zwischen Politikern und Leistungserbringern auf einem wissenschaftlich fundierten Niveau zu begleiten.

Was ist das Nachhaltige an Ihrer Managementberatung?
Neben einer hohen Methodenkompetenz nehme ich meine Kunden auch bei der Realisierung erforderlicher Veränderungen „ an die Hand“. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Kunden findet Beratung immer und ausschließlich auf Augenhöhe statt. Dies bedeutet, dass ich meine Kunden zum frühestmöglichen Zeitpunkt beispielsweise für sich abzeichnende gesetzliche Veränderungen zu sensibilisieren versuche. Die Lehrtätigkeit an den Hochschulen in Ansbach und Bernburg fordert mich hier immer up to date zu sein. Davon profitieren auch meine Kunden.

Die Bundesregierung plant ein Versorgungsgesetz. Was würden Sie Ihren Kunden bereits jetzt empfehlen?
Es ist zwar alles noch nicht ganz spruchreif, aber ich empfehle grundsätzlich verstärkt auf regional vernetzte Strukturen zu setzen. Wer Interesse hat, möge mich kontakten, ich gebe meine Erfahrungen aus zahlreichen Projekten zur integrierten Versorgung gerne weiter.

Sie gelten als ganzheitlich agierender Managementberater mit großem Erfahrungswissen. Wenn Sie zurückblicken auf frühere Jahre, was hat sich bis heute am deutlichsten verändert?
Am deutlichsten hat sich die Häufigkeit der Gesetzgebung geändert. Deren „Taktung“ ist teilweise so eng aufeinander folgend, dass den Leistungserbringern im Gesundheitswesen kaum Zeit bleibt, sich vernünftig darauf einzustellen. Ein gutes Beispiel ist die Integrierte Versorgung, die man 2004 gestartet hat. Hier mussten zunächst einmal komplexe Anfangshürden überwunden werden, um arbeitsfähige Strukturen zu schaffen. Dies hat sehr viel Zeit benötigt. Als die Verträge ans Laufen kamen, wurde die Anschubfinanzierung per Ende 2008 gestrichen, was dazu führte, dass der an sich positive und richtige Ansatz nicht weiter verfolgt wurde. Das in diesem Jahr geplante Versorgungsgesetz soll hier wieder Änderung bringen, ich bin gespannt welche.
Hinzu kommt besonders auch im öffentlichen Sektor, dass die finanziellen Ressourcen wesentlich begrenzter sind als beispielsweise in den 70er und 80er Jahren. Besonders deutlich wird dies meines Erachtens bei kommunalen Krankhausträgern. Wo früher Verluste ohne Weiteres über den Kommunalhaushalt ausgeglichen wurden, spüren die Krankenhäuser die Konkurrenz anderer kommunaler Einrichtungen, wie Schulen Kindergärten, Stadtwerke bei der Haushaltsplanung.

Sie besitzen die Fähigkeit vernetzt zu denken. Welche Anforderungen an Sie verstecken sich dahinter?
Ganz allgemein sollte die wichtigste Fähigkeit eines Beraters sein, dass er zunächst einmal sehr gut zuhören kann, um die speziellen Wünsche und Bedürfnisse seines Kunden zu verstehen und präzise zu erfassen. Dazu gehört es für mich auch Mandate abzulehnen, wenn sie nicht in mein Leistungsportfolio oder das des Netzwerks passen. Vernetzt zu denken oder zu arbeiten bedeutet für mich im laufenden Projekt Konzentration auf die Aufgaben, die ich am besten kann und je nach Erfordernis einem anderen Teammitglied den „Vortritt“ zu überlassen. So werden optimale Beratungsergebnisse erzielt.

Ihre Klientel ist auch prominent. Was bedeutet das für Ihre Zusammenarbeit?
Diese Klientel schätzt sicherlich zunächst einmal die hohe fachliche Kompetenz und Neutralität. Dazu ist ein besonderes Maß an Diskretion unerlässlich.

Welche Managementfehler beobachten Sie am häufigsten?
Ungenügende Kommunikation mit den Mitarbeitern und je nach dem auch mit der Öffentlichkeit. Erfolg wird nach meiner Einschätzung zu häufig an kurzfristigen Unternehmenszielen festgemacht als an längerfristigen Zielen und Werten.

Was werden die Themen der Gesundheitswirtschaft für Bund und Länder in der Zukunft sein?
Die größte Herausforderung stellt sicher der demographische Wandel für die Politik dar. Hier müssten jetzt Entscheidungen getroffen werden, die in 10 – 15 Jahren wirken.

Wenn Sie sofort entscheiden könnten, was würden Sie in Ihren Bereichen gerne verbessern?
Ich würde vor allem die Gesetzesflut eindämmen. Wir haben bereits eine Reihe von Möglichkeiten, die eine Flexibilisierung und damit mehr Wettbewerb erlauben. Hierzu zähle ich beispielsweise die Integrierte Versorgung, oder das Vertragsarztrechtänderungsgesetz. Letzten Endes können die Probleme von den Leistungserbringern am besten vor Ort gelöst werden. Das deutsche System der Selbstverwaltung bietet hier im Übrigen sehr gute Chancen.

Ihr bisher größter beruflicher Erfolg?
Das Changemanagement einer der größten psychiatrischen Krankenhäuser in den neuen Bundesländern, Anfang der 90er Jahre war für mich ein äußerst spannendes und auch erfolgreiches Projekt, an das ich mich gerne erinnere. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Mitarbeiter vor Ort mit einem tollen Teamspirit die Herausforderungen gemeistert haben und hervorragende Verhandlungsergebnisse mit den Kassen erzielt wurden.

Sie leben in einer der schönsten Regionen des Landes im Badischen. Wo und wie tanken Sie im Urlaub auf?
Am liebsten bewege ich mich auf den schönen Nordic Walking-Routen oder Wanderwegen in meiner näheren Umgebung. In der Natur kann ich gut entspannen und den Kopf freimachen. Ich habe zwei tolle Tipps für Ausflüge: Zum einen wandern auf dem Siebenmühlentalweg mit Rast im Bio-Restaurant Mäulesmühle.
http://www.siebenmuehlental.com

Zum anderen den Prälatenweg im Salemertal mit Blick auf den Bodensee und Einkehr im Restaurant Recks in Salem.
http://www.salem-baden.de

Ich verrate auch noch mein Lieblingsrezept für einen coolen Sommerdrink. Leicht selber zu machen. Selbst wenn ich walke, habe ich davon immer was mit. Ganz lecker und erfrischend!
Zum Rezept